Das Neue

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Was ist das Neue oder Andere an der Ausbildung Familienaufstellungen und Geistheilung
mit Reinhard Lier?

Folgende Betrachtung von Reinhard Lier über das Schauen soll ein Hinweis sein.

 

Das Schauen      

Es gibt ein Schauen, welches als heilsame Basis bei Familienaufstellungen unerlässlich ist, dieses Schauen ist still, ruhig und wohlwollend. Es ist ohne Angriff, ohne Verurteilung, ohne jegliche Zwanghaftigkeit. Dieses Sehen strahlt Freundlichkeit aus und will nichts vom anderen Menschen, weil es in sich ruht und nichts braucht. Es muss nichts korrigieren, rechtfertigen oder verändern. Da ist nur Gelassenheit gegenüber dem, was ist – gegenüber der Welt, wie sie ist. Dieses Schauen ist nicht von Ängsten oder von Wünschen und Sehnsüchten beherrscht. Es ist die Zentrierung im GEIST, welche sich nicht vom Elend der Menschen überwältigen läßt, zugleich aber im Mitgefühl mit ihnen ist und um das HÖCHSTE in ihnen weiß.

Dieses Schauen können wir nur einladen, denn es ist in unserem normalen Leben leider keine Selbstverständlichkeit. Wir erfahren es nur zu selten, da uns meist die egomanen Impulse steuern und wir ihnen die Macht über uns geben. Die Macht ist immer im GEIST, nie in der Welt. Das ist die Macht der Entscheidung, derer wir uns so selten bewusst sind. Werden wir nur gewollt, oder können wir wollen und den Willen ergreifen mit Weisheit?

Die MACHT des GEISTES ist unser wahres, wirkliches SEIN. Es gibt nur den GEIST, der als träumender Geist sich von der QUELLE abgespalten zu haben glaubt und eine Welt macht, in der die Urtrennung von der LIEBE zwanghaft in allen Formen dualistisch gespiegelt und wiederholt wird. Wir alle leiden an den Folgen dieser illusionären Urspaltung und suchen nach der Verantwortung für unseren Schmerz in der Regel bei den anderen Menschen. So ist das Schauen kein friedvolles Schauen mehr, denn dann beherrschen Schuld, Angst und Hass den Geist. Das Schauen verkommt zu einem angsterfüllten Spähen und gierigen Suchen. 

Der egomane, träumende Anteil zeigt uns dann zum Beispiel in der Begegnung mit anderen Menschen schuldbeladene, schmerzvolle innere Bilder der Vergangenheit – aus welcher „Traum-Inkarnation“ auch immer. Auffallend ist, dass man sich selber dann meist als Opfer und den Bruder als Täter sieht. Erst ein wirklich geistiges Weiterschreiten erweitert unsere Sicht und führt zu der Einsicht: Auch ich war Täter, und in der langen Abfolge Opfer, welches wieder zum Täter wurde, dann wieder zum Opfer und dann wieder… 

Aber auch diese Phase des Schauens muss in Familienaufstellungen und allen zwischenmenschlichen Begegnungen überwunden werden, wenn wir in den FRIEDEN eingehen wollen. Denn all das sind ja angesichts der WIRKLICHKEIT des REINEN GEISTES nur Traumbilder, die keine Bedeutung, keinen Bestand vor der LIEBE haben. Wir müssen also weder andere Menschen noch uns selber anklagen, denn alle Trauminkarnationen sind in sich ein wertloses Gemetzel gewesen. Was darin die LIEBE – wie unvollkommen auch immer – reflektierte, das wird gereinigt und uns in Ewigkeit zurückerstattet, es ist nie verloren.

Das egomane Schauen ist also nicht absichtslos und frei, sondern wir erleben uns als Getriebene, die nur noch den Preis der Trennung fürchten: Schreckliches Leiden und den Tod! Dann verfolgen wir Schuldige, um unsere eigenen Schuldgefühle loswerden zu können. Auge um Auge, Zahn um Zahn, das ist das alte Ego-Gesetz, dem wir aus der Angst vor Strafe in unserem Albtraum reflexartig folgen, wenn wir in uns mit jeglichen Formen des körperlichen und seelischen Schmerzes konfrontiert sind. 

In dieser Verwirrung glauben wir an die erzwungene Richtigstellung der Konfliktsituation, an den gerechten Vorwurf, an die Notwendigkeit der Vergeltung. Wir sind dann wie Feuerwehrleute, die vergessen haben, dass sie selber den Brand gelegt haben, den sie nun zu löschen vorgeben. Solch ein wahnsinniges „Löschen“ bewirkt einen Schwelbrand, der sich heimlich ausbreitet und immer wieder neu aufflammt: Das Täter-Opfer-Spiel nimmt dann kein Ende.

So trifft es uns immer selber, wenn wir unangenehme Gefühle sprich Schuld aus unserem Geist auf einen scheinbar von uns getrennten Geist (Körper) werfen (projizieren!). Man kann nicht etwas loswerden, weil es keine Trennung gibt. Denn im Geist sind wir Menschen alle miteinander verbunden, in Wahrheit eins. Und so sehe ich immer nur mich: Mich in meiner Schuld oder in meiner Schuldlosigkeit.

Die Frage lautet nun: Was will ich sehen – nicht: Was muss ich unvermeidlich sehen? 

Will ich die Idee der Trennung als Lüge oder Wahrheit nehmen? 

Erst, wenn ich das Konzept der Trennung wie einen Traum als Wahngebilde durchschaue, erst dann kann ich HEILUNG und FRIEDEN in mir erfahren. Und wenn ich das in mir erfahre, dann dehnt sich diese Erfahrung des WUNDERS aus in „meinem“ GEIST hin zu den „Anderen“. Sie können so in ihrem Geist die Erinnerung an die EINHEIT, die LIEBE, schauen und sich neu dafür entscheiden. Das ist das Wesen der Geistheilung. Ihre Grundlagen werden in der Ausbildung Familienaufstellungen und Geistheilung vermittelt.

Die Basis des wahrhaftigen Schauens ist die Stille. In der Stille lade ich die WAHRHEIT ein, die für alle gültig ist: Wir sind GEIST aus GOTTES GEIST. Nichts anderes kann daneben Bestand haben. Ich schaue still auf alle Menschen und sehe uns alle im Lichte der Unschuld, so wie die LIEBE uns schuf. SIE ist nie wirklich angegriffen worden – nur in unseren Albträumen. Da hilft nur eines: Erwachen! Will ich es wählen?

 

Zum Abschluss noch eine Stelle aus Ein Kurs in Wundern:

Die Heiligen beeinträchtigen die Wahrheit nicht. Sie haben keine Angst vor ihr, denn in der Wahrheit erkennen sie ihre Heiligkeit wieder und frohlocken über das, was sie sehen. Sie schauen sie direkt an, ohne zu versuchen, sich ihr oder sie sich anzupassen. So sehen sie auch, dass sie in ihnen war, weil sie nicht erst entscheiden, wo sie sie haben möchten. Ihr Schauen stellt bloß eine Frage, und was sie sehen, gibt ihnen die Antwort. Du machst die Welt, und dann passt du dich ihr und sie dir an. Auch gibt es in deiner Wahrnehmung, die beide gemacht hat, keinen Unterschied zwischen dir und ihr.

(T-20.III.3:1-7)

 

 

Textauszug: Ausbildung Familienaufstellungen und Geistheilung mit Reinhard Lier